gelandet in bangkok mit unkomplizierter einreise dank meines, in manila erworbenen triple entry visa (naja, der officer hat es übersehen und musste dann das nächste ausreisedatum ändern, war ihm sehr peinlich) begab ich mich, mehr oder weniger schlafender weise, im taxi (mit 3 vollen taschen mag man weder bus noch bahn fahren) ins touristische hippi-herz der stadt, zur khao sarn. dort habe ich glück und kann für kleines geld mein gepäck im office der bus/fähren-gesellschaft abstellen, denn ich habe etwa 12 h bis ich weiter fahre. was tut man mit soviel zeit wenn man eigentlich total müde ist. erstmal shake trinken, wassermelone, sehr lecker, frisch machen, nachdenken. internetcafe, auch damit kann man bestens zeit totschlagen, matthias hilft mir ausgiebig dabei, es ist samstag und er muss nicht zur arbeit. währenddessen kommt ein typ in den 20ern rein, ohne shirt, in shorts und ich frage mich ob ich den strand irgendwo übersehen habe. weiterhin frage ich mich ob ich langsam spießig werde, denn ich finde es mehr als unhöflich und unangebracht halb nackt durch eine stadt zu rennen, in schland (jaja, ich bin nicht in schland und hier ist ja alles ach so liberal und ich kann mich benehmen wie ich will, denkt der tourist von heute) würde man wegen erregung verwarnt werden (außer man liegt im park) wie dem auch sei, ich kam zu dem schluss dass der junge mann, der mir im übrigen nochmals halb nackt begegnete, sicherlich nur sein brustwarzenpiercing präsentieren wollte, den seine mit stolz geschwollene brust wieß ein solches auf. als ich nicht mehr sitzen konnte habe ich einen spaziergang durch die ach so berühmte straße unternommen und klamotten, krimskrams sowie einen haufen betrunkener (übriggebliebener) rotgesichtiger und halbnackter touristen bestaunen. ein bier in einer bar das mich doppelt soviel kostete wie das mittagessen, welches ich mir nach einer ausgiebigen traditionellen thaimassage (alter wenn ditt knackt, dann knackt ditt janz schön laut) gegönnt habe. für die feinschmecker unter meinen lesern: ein ei in tamarindensoße gekocht und unscharfes hühnercurry mit reis für 95 eurocent… lecker aber leider keine ahnung wie es heißt.
da ich mit meinem beschäftigungslatein am ende war setzte ich mich stumpf vor das office der reisegesellschaft und dachte mir “die drei stunden hock ich auf der linken arschbacke ab”, leider tat sie mir schon nach 20 minuten weh. kurz bevor die rechte auch weh tat hatte ich augenkontakt mit einem herren (ja, eher so in meinem alter +) der mich promt ansprach und in der bar nebenan zum bier einlud. peter, deutscher, der seit 20 jahren in asien lebt und für die DEG (oder sowas – deutsche entwicklungsgesellschaft) arbeite, erzählte mir aus seinem leben, und so verging die zeit mit ein paar bier (man will ja schlafen im bus) doch noch recht schnell. es stellte sich heraus, dass peter ein frequent traveller auf der strecke ist und deshalb sowohl eine clubkarte als auch ein paar privilegien hat, von denen auch ich profitieren durfte. bequem im oberen stockwerk ganz vorne rechts – beinfreiheit!!! (nein ich bin nicht gewachsen) – konnte ich die reise unbeschwert verschlafen bis wir am pier ankamen. nach einer kurzen wartezeit umsteigen auf die catamaran-fähre und über koh tao, wo sich peter – nachdem er mich noch einlud in der VIP etage mit den bequemen sitzen weiter zu schlafen – von mir verabschiedete.
noch eine knappe stunde nach kho phangan.